Emssee kämpft seit drei Jahren mit Wasserpest

Mähboot entfernt Wasserpest aus dem Emssee Mähboot entfernt Wasserpest aus dem Emssee Pixabay/Foto illustrativ

Der Emssee steht seit 3 Jahren vor einem ernsthaften Problem. Die invasive Wasserpflanze Wasserpest breitet sich stark aus und macht den See für Vereine und Besucher unbenutzbar. Jetzt muss erneut ein spezielles Boot zum Einsatz kommen, um die Pflanzen zu beseitigen.

Inhaltsverzeichnis:

Mähboot von Ralf Seidel und Ralf Reckersdrees

Kurz vor 9 Uhr steigen Ralf Seidel und Ralf Reckersdrees vom Warendorfer Wassersportverein in das Mähboot. Mit seiner Hilfe soll die Wasserpest entfernt werden. Die Pflanze wächst dicht am Grund, steigt nach oben und verdrängt andere Nutzungen.

  • Im letzten Jahr füllte das Team in einer Woche einen Container.
  • Dieses Jahr ist der Container bereits am ersten Tag voll.
  • Die Pflanzen erreichen bis zu 2 Meter Länge.

Der Unterschied zum Vorjahr zeigt, wie massiv das Wachstum zugenommen hat.

Wasserpest blockiert den Emssee

Die Ausbreitung hängt von der Sonneneinstrahlung ab. Pro Woche wächst die Pflanze zwischen 2 und 20 cm. Im Emssee bildet sie einen Teppich bis an die Oberfläche.

Seit Ende Juni können weder Wassersportler noch Angler oder Modellbootfahrer den See nutzen. Die Vereine sind durch den Bewuchs vollständig blockiert.

ZeitraumWachstum pro WocheHöhe im Emssee
Minimale Werte 2 cm 50 cm
Maximale Werte 20 cm 200 cm

Unklar bleibt, wie die Wasserpest in den See gelangt ist.

Ehrenamtliche Arbeit von Warendorfer Verein

Die Bekämpfung erfolgt ausschließlich durch Ehrenamtliche. Ralf Seidel und Ralf Reckersdrees sitzen bis zu 10 Stunden täglich im Boot. Eine Woche lang bahnen sie sich Wege durch das Unterwasser-Gestrüpp.

Ohne den Einsatz des Wassersportvereins wäre der Emssee dauerhaft unbenutzbar.

Kosten für ein eigenes Mähboot

Eine dauerhafte Lösung wäre ein eigenes Mähboot. Damit könnte öfter und gezielter gearbeitet werden. Die Anschaffungskosten liegen nach Angaben des Vereins zwischen 160.000 und 200.000 Euro.

  1. Kauf eines eigenen Boots
  2. Regelmäßige Mahd
  3. Entlastung der Ehrenamtlichen

Bis zur Umsetzung bleibt der See jedoch abhängig vom zeitlich begrenzten Einsatz der Freiwilligen.

Quelle: WDR, webrivaig.com/de